Samstag, 10. August 2013

Washington D.C. & Montgomery County Fair

Heute war ich zum ersten Mal mit einigen Anderen Au Pairs in Wshington D.C. Kaum zu glauben, dass ich seit vier Wochen hier in Amerika bin und bis heute noch nicht ein Mal dort war! Vor allem, weil man mit der Metro nur ca 20 Minuten fährt.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten am Ticketautomaten haben wir es dann auch geschafft nach D.C. zu fahren. Wir sind extra an der Station mitten in D.C. ausgestiegen um dann zu den Sehenswürdigkeiten zu laufen und einfach noch mehr von der Stadt zu sehen. Mein Fazit ist, dass die Stadt einfach wunderschön ist! Das, was wir gesehen haben, ist die schmerzenden Füße also definitiv wert gewesen!



Am Anfang sind wir zum Kapitol gegangen, ein richtig schöner Platz, weil davor eine riesige Wiese ist, wo man sich gut hinsetzen kann. Es waren zwar ziemlich viele Menschen dort -Familien mit Kindern, Jogger, Touristen- aber es war trotzdem total ruhig. Irgendwann müssen wir da nochmal hin und uns einfach hinsetzen und picknicken. :)

Aber dafür war heute keine Zeit, wir wollten ja schließlich noch mehr sehen. Es ging also weiter zum Washington Monument, was praktischer Weise direkt gegenüber vom Kapitol liegt. Leider war der ganze Turm aber mit Gerüsten eingekleidet, weswegen wir ihn fast nicht erkant hätten. Fotos davon lade ich also erst hoch, wenn es wieder schön aussieht. ;)
Bevor es dann zum Weißen Haus weitergehen konnte, mussten wir uns erstmal stärken. Wir haben gesehen, dass im Smithsonian National Air and Space Museum (genau, das aus "Nachts im Museum 2") ein großer Mc Donald's ist und weil man für die Museen hier keinen Eintritt bezahlen muss, sind wir einfach rein. In dem Museum hätte ich mich stundenlang aufhalten können. Dahin werde ich also auch auf jeden Fall nochmal gehen!

Gut gestärkt ging es dann weiter zum Weißen Haus und ich muss sagen, dass ich ein bisschen enttäuscht war. Ich hatte mir das alles irgendwie größer vorgestellt. Es ist zwar relativ groß und weiß und durch 'nen hohen Zaun geschützt, aber mehr dann auch nicht. Da hat irgendwie das Pompöse gefehlt. Vielleicht hat man es einfach in zu vielen Filmen gesehen...
Eigentlich wollten wir dann noch zu den ganzen Memorials, aber das mussten wir auf das nächste Mal verschieben, weil wir unbedingt noch zum Montgomery County Fair wollten. Das ist eigentlich sowas wie ein großer Jahrmarkt mit 'nem kleinen Streichelzoo, Fahrgeschäften und mehr Fressbuden als man zählen kann! Zum Glück hatten wir aber alle kaum Geld mit und konnten uns deswegen nicht alles kaufen, was lecker aussah. Bei den frittierten Oreos konnten wir dann aber doch nicht wiederstehen. Das war so abartig, hat aber gleichzeitig so gut gerochen, dass wir zusammengelegt und uns eine Portion gekauft haben. Und man glaubt es kaum, es war richtig lecker!
Für die Fahrgeschäfte hatten wir dann aber kein Geld mehr. Das war aber gar nicht schlimm, weil die Tickets sowieso nicht kontrolliert wurden. Wir haben uns also immer irgendwie durchgemogelt und sind trotzdem mitgefahren.


Das ist eins von den Fahrgeschäften. Man saß sich jeweils zu viert gegenüber und hat die ganze Zeit Loopings gedreht. Nach der dritten Runde waren wir alle ganz froh, dass wir nur die paar Oreos im Magen hatten! :)

Insgesamt hatten wir echt einen super Tag und ich habe noch ein paar neue Au Pairs kennengelernt, zwei aus unserer Gruppe kannte ich vorher nämlich noch gar nicht. Wir haben uns alle super verstanden! Eigentlich sind wir alle deutsche Au Pairs, aber eine aus unserer Gruppe kommt aus Südafrika. Deswegen haben wir natürlich die ganze Zeit Englisch gesprochen und das war richtig gut. Die meisten Au Pairs hier in der Gegend sind nämlich aus Deutschland und deswegen sprechen wir unter uns Au Pairs auch richtig viel Deutsch. Das Englisch Lernen geht aber natürlich viel schneller, wenn man auch viel Englisch spricht. Deswegen war das heute echt super!

Morgen kommt meine community counselorin zu uns, um mit meiner Gastfamilie und mir darüber zu sprechen, wie bisher alles so klappt und ob ich mich wohl fühle. Bis jetzt kann ich nur sagen, dass ich mich richtig wohl fühle und dass aus meiner Sicht alles super klappt. Ich bin mal gespannt, was meine Gastfamilie auf die Frage antwortet. ;)

Montag, 5. August 2013

Von Supermärkten, Collegekursen und Werkstätten

Heute bin ich genau seit drei Wochen hier in Amerika. Manchmal kommt mir das schon unendlich lange vor, aber meistens fühlt es sich eher so an, als wäre ich gestern erst angekommen. Ich erlebe jeden Tag so viele neue Dinge und es passiert so viel, dass die Zeit irgendwie rennt.

Montags muss ich immer den Großeinkauf für die Woche machen. Letzte Woche habe ich es zum ersten Mal gemacht und heute war es wieder soweit. Die Supermärkte hier kann man eigentlich ganz gut mit den deutschen vergleichen, außer dass es hier viel größer ist und dass es mehr Auswahl gibt. Ich denke, dass drei ganze Gänge mit Gefrierschränken da für sich sprechen! Da kann sich so ein Orientierungstalent wie ich schonmal leicht verlaufen. ;) Zum Glück hatte ich aber beide Male die Jungs dabei, die sich ganz gut auskennen und mir auch erklären konnten, warum ich "kale", was Kohl heißt, nicht in der Kornflakesabteilung finde.
Die Jungs dabeizuhaben ist aber auch ein kleiner Nachteil. Wer hätte gedacht, dass es einem 9-Jährigen so viel Spaß macht auf dem Einkaufswagen rumzuklättern und wirklich ALLE Sachen in den Regalen anzufassen? Ich jedenfalls nicht. -Jetzt aber schon! Ein Grund, warum ich mich ein bisschen darüber freue, dass ich das bald alleine machen muss. Es wird zwar noch länger dauern, aber zumindest werden meine Nerven ein bisschen verschont :)
Am Freitag war ich beim College um mich dort mit meiner Community Counselorin zu treffen. Sie ist diejenige, die sich um alle Au Pairs aus unserem Cluster kümmert, jeden Monat Au Pair Treffen organisiert und uns eben auch dabei hilft uns für die Collegekurse einzuschreiben. Ich habe mich, zusammen mit einem anderen Au Pair, für einen Schauspielkurs entschieden. Das wird bestimmt witzig und um einiges lockerer als andere Kurse. Um den Kurs machen zu können, musste ich aber am Samstag einen Englischtest machen. Ich hatte schon ein bisschen Bammel davor, das war allerdings völlig unnötig. Der Test war relativ einfach: Ein Teil war Hörverstehen, danach musste man ein Essay darüber schreiben, ob und warum man ein glückliches Kind war und zum Schluss musste man noch Grammatikaufgaben machen. Das war aber alles multiple choise und deswegen auch nicht wirklich schwer. Ich sollte mich mit solchen Aussagen zwar lieber solange zurückhalten, bis ich auch das Ergebnis habe, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich bestanden habe.
Bei dem Test waren praktischer Weise auch noch ein paar andere Au Pairs und man hat wieder neue Kontakte geknüpft, super!
So, und jetzt zum letzten Thema: Werkstätten. Ja, genau, ich musste schon wieder zur Werkstatt. Ich bin seit drei Wochen in Amerika und war schon drei Mal mit dem Auto in der Werkstatt! Dieses Mal war es aber zum Glück nicht meine Schuld. Einer der Reifen hat an Druck verloren, weswegen eine Signalleuchte im Armaturenbrett geleuchet hat. Mein Gastvater meinte, ich soll mit dem Auto zur Werkstatt, damit die den Reifen wieder füllen. In der Werkstatt haben sie dann aber festgestellt, dass ein Nagel im Reifen steckt, wir nen neuen Reifen für 290$ brauchen und sie zusätzlich 50$ für das Wechseln nehmen. Das Ganze sollte also teurer sein, als meine Spiegelgeschichte. Ich hab dann erstmal meine Gastmutter angerufen und sie meinte, ich soll zu 'ner anderen Werkstatt fahren. Der Mann bei der anderen Werkstatt war total nett und hat gelacht, als er sich den Reifen und den Nagel angeguckt hat. Als ich ihn dann gefragt habe, warum er lacht, hat er einfach den Nagel rausgezogen (ein richtig kleines Ding) und gesagt: "So, fertig!". Er hat die Stelle dann irgendwie geflickt, mir 30$ berechnet und das war's. Also ich weiß jetzt, zu welcher Werkstatt ich das nächste Mal gehe!
Die Lampe leuchtet allerdings immernoch, weil sich das System irgendwie aufgehängt hat. Deswegen muss ich mit dem blöden Auto am Mittwoch nochmal zu 'ner anderen Werkstatt, wo sie das System neu starten können. Absolut nervig!
Die Jungs meinten schon, dass mich das Auto wohl einfach nicht mag. So langsam glaube ich das auch...



Ansonsten geht es mir aber immernoch richtig gut! Ich komme immernoch super mit meiner Gastfamilie klar und bin auch schon ordentlich braun geworden. Das wird bestimmt noch besser, wenn wir am 17. für eine Woche nach North Carolina an die Outer Banks fahren. Eine Woche Strandurlaub mit der ganzen Familie, inklusive Hund. Ich freue mich schon riesig!