Samstag, 27. Juli 2013

Ich lebe mich ein!

Wow, ich bin jetzt schon seit fast zwei Wochen hier in Amerika und seit etwas mehr als einer Woche in meiner Gastfamilie und so langsam fange ich an mich zurechtzufinden. Es ist wirklich kaum zu glauben, aber ich finde manche Wege schon (fast) ohne Navi. Für jemanden wie mich, der überhaupt keinen Orientierungssinn besitzt, ist das 'ne ganz schöne Leistung! 
Am Donnerstag war ich mit dem Auto bei der Werkstatt und der Spiegel ist jetzt wieder wie neu. Und das Beste ist, das ich nicht dafür bezahlen muss. Ich habe meinen Gasteltern zwar gesagt, dass ich es auf jeden Fall bezahlen würde, aber sie meinten nur: "Das kannst du machen, wenn es nochmal passiert!". Ich denke nicht, dass es nochmal passieren wird, ich muss nämlich nicht mehr in der Garage parken. ;)
Mit dem heilen Spiegel bin ich sogar schon auf dem 5-spurigen (!!) Highway gefahren und es war gar nicht so schlimm, wie ich vorher gedacht habe. Im Punkto Autofahren mache ich also gute Fortschritte.
Aber auch ansonsten habe ich mich etwas besser eingelebt. Englisch zu sprechen und zu verstehen wird immer leichter und ich kann mich viel ungehemmter mit meiner Gastfamilie unterhalten. Außerdem müssen die beiden Jungs englische Vokabeln für die Schule lernen. Beim Dinner werden die immer durchgegangen und ich lerne fleißig mit. Curmudgeon ist mein neues Lieblingswort. Man würde es, glaube ich, mit Griesgram oder Brummbär übersetzen. Eine perfekte Bezeichnung für die Jungs, wenn das Internet oder der Fernseher nicht funktionieren.
Das war gestern leider der Fall. Irgendjemand in unserer Nachbarschaft hat in seinem Garten wohl zu tief gebuddelt und dabei genau das Kabel zerstört, das bei uns für Telefon- und Internetverbindung und auch für Satellitenempfang sorgt. Ein absoluter Weltuntergang für die Jungs! Sie können ohne ihre iPods und TV-shows wirklich nicht überleben. Draußen spielen, wie geht das?!
Zumindest den Kleinen konnte ich dazu animieren, mit mir und dem Hund nach draußen zu gehen. Wir haben ihn bis zur völligen Erschöpfung Tennisbälle apportieren lassen. So ruhig wie danach habe ich den Hund noch nicht erlebt! :)




Sonntag, 21. Juli 2013

Swim Team Banquet

Okay, bevor ich über das Banquet schreibe, muss ich euch was anderes erzählen. Als ich mit meiner Gastmutter das Autofahren geübt habe, hat alles wirklich super geklappt. Ich bin überall hingefahren, wo ich die Jungs normalerweise hinbringen muss, ich hatte keine Probleme mit den dreispurigen Straßen oder damit, dass man rechts abbiegen darf, auch wenn die Ampel rot ist. Nein, das alles hat super geklappt. Aber heute Morgen sollte ich eine neue Herausforderung meistern: Aus der Garage fahren. Tja, das hat nicht so wirklich geklappt. Ich fasse mich kurz: Ich hab den linken Außenspiegel kaputt gemacht. Super für den dritten Tag, oder?!
Mein Gastvater saß neben mir und hat wirklich lieb reagiert. Er meinte, dass es kein Weltuntergang wäre und dass eigentlich jedes ihrer Au Pairs irgendwas an dem Auto kaputtgemacht hat. Er hat aber auch gesagt, dass ich die einzige wäre, die es schon gleich nach drei Tagen geschafft hat. Ich bin eben was Besonderes. ;)

So, jetzt aber zu dem Banquet. Die beiden Jungs sind im Schwimmteam und alle hier sind wirklich engagiert, wenn es um das Team geht. Diese Saison ist heute vorbei und deswegen hat der Community Pool, zu dem das Schwimmteam gehört, eine Party veranstaltet. Wir waren in einem italienischen Restaurant und haben da gegessen. Danach wurden einige Awards verliehen. Das war total süß, weil wirklich jedes Kind im Team einen Award für irgendwas bekommen hat. Total banale Sachen wie zum Beispiel: "Du bist immer der/die Erste am Pool", oder "Du hast den schönsten Badeanzug". Die Kids haben sih natürlich total gefreut und waren stolz auf sich. Der Kleine hat übrigens den Award für die besten Bauchklatscher bekommen :D
Danach hat ein DJ Musik gespielt und die Jungs sind total abgegangen. Sie sind so viel rumgesprungen, dass sie danach völlig fertig waren.


Am Dienstag habe ich meinen ersten richtigen Arbeitstag, wo mir weder das alte Au Pair noch die Gasteltern helfen können. Ich werde dann also das erste Mal komplett alleine mit den Kids sein. Das wird spannend!

Freitag, 19. Juli 2013

Orientation und New York

On Top of the Rock
Am 15. Juli ging meine Reise los. Am Flughafen wurde ich tränenreich von meiner Familie verabschiedet und dann hieß es ab ins Flugzeug und ab nach Amerika.
Aber es ging nicht sofort in die Gastfamilie, sondern erstmal für vier Tage nach New York zur Orientation.
Die Orientation war in einem Hotel in Tarrytown. Dort hatten wir jeden Tag mehrere Vorträge über Kindererziehung, Erste Hilfe für Kinder und was man als Au Pair alles nicht darf (Don't shake a Baby!).
Manche Dinge waren wirklich hilfreich, aber vieles wusste ich auch schon, deswegen war einiges auch wirklich langweilig. 
Super an der Orientation war aber, dass man so viele andere Au Pairs kennengelernt hat. Die beiden, mit denen ich auf einem Zimmer war, wohnen sogar bei mir in der Nähe, also hat man gleich Kontakte geknüpft.
Am besten war aber die New York Tour. Die hat mir meine Gastfamilie übrigens geschenkt, wow!
Wir haben so viel gesehen, unter anderem waren wir auf dem Rockefeller Center und am Times Square. Ich glaube, da habe ich zum ersten Mal realisiert, dass ich wirklich in Amerika bin.