Donnerstag, 10. Oktober 2013

Pattensen, Peine, Paris!

So viel wie heute bin ich glaube ich noch nie durch die Gegend gefahren. Der urprüngliche Plan für heute wäre eigentlich gewesen, dass ich beide Jungs um halb 4 von der Schule abgeholt hätte, dann den Großen zum Schwimmtraining gefahren hätte und danach mit dem Kleinen zum Baseball gefahren wäre.
Jetzt hatte der Große heute aber ein Meeting vom Cross Country Club  zum Außentraining, wo ich ihn um 14 Uhr hinfahren sollte. Er sollte das Schwimmtraining also ausfallen lassen. Also bin ich auf 2 zur Schule gefahren, nur um zu erfahren, dass das Meeting wegen dem Regen ausfällt und er ganz normal bis halb 4 Schule hat und danach zum Schwimmtraining gehen wird. Also musste ich wieder nach Hause fahren um seine Schwimmsachen zu holen. Von zu Hause ging es dann gleich wieder zur Schule, beide Jungs abholen. Ich bin dann wie geplant zum Schwimmtraining gefahren und war mit dem Kleinen gerade auf dem Weg zum Baseball, als mir gesagt wurde, dass auch das abgesagt wurde. Also wollte ich nach Hause fahren. Dann hat mir mein Gastvater aber geschrieben, dass ich noch schnell ein paar Sachen einkaufen soll. Weil ich natürlich nicht wusste, wo genau der nächste Supermarkt ist, habe ich es ins navi eingegeben. Das hat mich dann aber zu irgendeinem Rohbaugebäude gelotst, das ganz sicher kein Supermarkt war. Also bin ich wieder zurück Richtung Heim gefahren, um im Nachbardorf einzukaufen. Durch das ganze Gefahre vorher sind wir dann aber leider in die Rush Hour gekommen, weswegen der 10 Minütige Weg erstmal 30 Minuten gedauert hat.
Irgendwann habe ich es dann aber endlich nach Hause geschafft (der Kleine hat die ganze Fahrt zum Supermarkt und von da aus nach Hause gepennt) und dachte ich hätte endlich Feierabend. Aber nein, mein Gastvater meinte, dass meine Gastmutter auf der Arbeit festsitzt und ich den Großen vom Schwimmen abholen muss. Also nochmal hin und her.
Wie gut, dass die Spritpreise hier vergleichsweise niedrig sind. Ich will gar nicht wissen, wie viel Geld ich in Deutschland heute verfahren hätte..

Montag, 7. Oktober 2013

It's raining cats and dogs!

So, bei uns scheint der Herbst jetzt auch endgültig angekommen zu sein. Gestern hatte wir noch 30 Grad bei strahlendem Sonnenschein, aber seit heute Morgen hört es nicht mehr auf zu regnen.
Das ist ehrlich gesagt ziemlich ätzend, weil ich leider keine Regenjacke mitgenommen habe. Leider war ich dann auch noch so schlau, heute zum College keinen Regenschirm mitzunehmen. Deswegen bin ich auf dem Rückweg zum Parkplatz tropfnass geworden. Außerdem musste ich feststellen, dass das Abwassersystem hier überhaupt nichts bringt. Auf dem Parkplatz stand das Wasser nämlich mehrere cm hoch. Naja, etwas Gutes hatte das Ganze trotzdem: Jetzt weiß ich zumindest ganz sicher, dass meine Chucks ein Loch in der Sohle haben. ;)


Letztes Wochenende waren wir mit ein paar Au Pairs bei den Great Falls. Das sind kleine Wasserfälle vom Potomac River, der hier ganz in der Nähe ist. Es war zwar sehr schön, aber ich hatte es mir ein bisschen spannender vorgestellt. Die Wasserfälle sind nämlich wirklich ziemlich klein. Außerdem ist die Sonne nicht rausgekommen. Deswegen sind die Fotos auch nicht so schön geworden. Aber ich will sie euch trotzdem nicht vorenthalten ;)
















Diese Situation war allerdings schon ziemlich spannend. Eigentlich wird hier ständig davor gewarnt auf keinen Fall in diesen Fluss zu gehen, weil die Strömung viel zu stark ist und jedes Jahr mehrere Leute darin ertrinken. Aber den Typen hier hat das wohl nicht interessiert. Er hat sich einfach in sein Kayak gesetzt und ist zu dem großen Felsen in der Mitte geschippert. Alle haben ihn ziemlich geschockt beobachtet, es ist aber zum Glück nichts passiert. Manche Menschen sind doch echt bescheuert...

Montag, 23. September 2013

Color in Motion :)

Wie ich ja schon angekündigt habe, war letzten Samstag in D.C. der Color Run.
Am Anfang war ich ehrlich gesagt ein bisschen enttäuscht, weil ich gedacht habe, man würde die 5 Kilometer wirklich durch D.C. laufen. In Wirklichkeit war die "Rennstrecke" aber einfach nur ein riesiger Parkplatz auf dem mit Hütchen die Bahnen gezogen waren.
Was zuerst langweilig aussah, ist später aber richtig cool geworden, weil die ganzen Leute mega Stimmung gemacht haben. Ich weiß nicht genau, wie viele Menschen an dem Lauf teilgenommen haben, aber die Startnummern gingen bis ca 6000. Und jeder hatte mindestens eine Tüte mit Farbpulver, also ist das weiße T-shirt natürlich nicht lange weiß geblieben. Nach ungefähr 10 Minuten waren wir alle komplett bunt und das war noch bevor der Lauf überhaupt angefangen hatte.
Auf der eigentlichen Laufstrecke gab es dann noch einzelne Stationen wo man mit jeweils einer Farbe bombadiert wurde. Im Ziel sind dann alle Läufer zusammengekommen und die Organisatoren haben nochmal ganz viele Farbtüten in die Menge geworfen, die dann alle gleichzeitig geöffnet haben. In dem moment konnte man wirklich nichts mehr sehen, außer diesem Farbpulver in der Luft. Das war echt total cool, vor allem weil im Ziel auch eine Bühne aufgebaut war, wo die ganze Zeit Musik lief, was dafür gesorgt hat, dass wirklich alle zusammen Party gemacht haben.

Wie man hier sieht, haben wir am Ende leider nicht mehr wirklich bunt, sondern eher dreckig ausgesehen. Es sah wirklich aus, als kämen wir gerade aus dem Kohleschacht. So haben uns dann auch die leute in der U-Bahn angesehen. Ein Typ hat doch wirklich gesagt "Excuse me, Zombies!"

Es war aber wirklich ein echt cooler Tag, für den sich die 20$ Teilnahmegebühr definitiv gelohnt haben!





Diesen Samstag hatte der kleinere meiner Jungs seinen Gürteltest vom Karate. Da bin ich mitgefahren, weil es mich echt interessiert hat, was er da so machen muss. Er hat die ganzen Übungen natürlich mit Bravour bestanden und er war auch der Einzige, der die 30 Liegestütze komplett durchgezogen hat. Der Kleine ist echt 'ne Maschine!
Am Ende des Tests mussten alle noch ein Holzbrett mit dem Fuß zerschlagen. Dass es alle geschafft haben lässt mich zwar daran zweifeln, ob das Brett wirklich so stabil war, aber mein Kleiner war stolz wie Oskar :)
Jetzt ist er stolzer Träger des lila Gürtels und in ca vier Monaten kann er den Test für den Roten machen. Wenn ich mit ihm unterwegs bin, brauche ich also keine Angst haben, ich hab' ja meinen kleinen Ninja dabei ;)

Mittwoch, 11. September 2013

Lang, lang ist's her...

Es ist ja jetzt echt schon 'ne halbe Ewigkeit her, dass ich das letzte Mal was geschrieben habe! Aber ich habe auch eine gute Ausrede, mein Computer ist nämlich kaputt gegangen. Nach knapp 6 Jahren ist er genau an dem Abend bevor wir in den Urlaub gefahren sind von uns gegangen. Ich war schon ganz schön fertig, aber ich durfte im Urlaub dann immer den Computer von den Jungs benutzen um meine Mails zu checken, deswegen war es nicht ganz so schlimm.
Diesen Hai zu bauen hat eine Stunde gedauert!
Der Urlaub an sich war richtig super. Das Wetter war toll, auch wenn ich mir den Sonnenbrand meines Lebens geholt habe, und die Umgebung war auch total schön. Wir waren jeden Tag am Strand und haben mit den Jungs Drachen steigen lassen oder riesen Sandburgen gebaut. An einem Tag haben wir uns einen Jeep gemietet und sind damit auf die Dünen gefahren. Dort laufen überall wilde Pferde. Das war super schön!
An einem anderen tag waren wir Minogolf spielen und ich war gar nicht mal schlecht: Dritte von Fünfen ;)
Der Urlaub an sich war also super und dazu kommt noch, dass ich dabei richtig in die Familie reingewachsen bin. Ich fühle mich hier jetzt viel wohler und kann mich noch besser  mit meinen Gasteltern und den Kindern unterhalten. Es war zwar zwischendurch auch echt anstrengend gewesen 24 Stunden mit der Gastfamilie zusammen zu sein, aber es hat trotzdem Spaßgemacht!



Nach dem Urlaub hat mein Gastvater mir dann geholfen einen neuen Computer zu kaufen. Es hat gar nicht lange gedauert, bis ich einen gefunden habe. Und bei diesem hier, konnte ich die Tastatur sogar auf deutsch stellen, also kann ich immernoch ä,ö und ü schreiben. :) Nur schade, dass mein gespartes Geld jetzt alles weg ist und ich wieder von vorne anfangen muss. jetzt muss ich mich mit dem Shoppen erstmal ein bisschen zurückhalten. Aber Natti, keine Angst, dein Geburtstagsgeschenk kriegst du trotzdem! ;)

Hmm, was ist sonst noch so passiert? Ach ja, ich war mit ein paar Au Pairs im Six Flags Vergnügungspark. Das war richtig cool, auch wenn einige Achterbahnen schon ziemlich krass waren. In einer hat man gelegen und Loopings gedreht. Ich hab die ganze zeit gedacht, dass ich jeden Moment rausfalle - Schluss mit Abenteuer Au Pair. Es ist aber ja zum Glück nichts passiert. Danach habe ich mich aber in die Achterbahn, in der man im Stehen Loopings gedreht hat, nicht mehr reingetraut. Man muss es mit dem Adrenalin ja nicht übertreiben.


Bin ich nicht wunderschön in meiner Rettungsweste? ;)
Letzten Samstag war ich dann mit ein paar Au Pairs auf dem Potomac River Kayak fahren. Das hat richtig Spaß gemacht und man hatte vom Fluss aus 'nen super Ausblick auf das Washington Monument. Ich hab nur zwischendurch ein bisschen Angst bekommen, als die großen Motorboote an uns vorbeigefahren sind und deren Wellen uns erwischt haben. Und obwohl wir nicht ins Wasser gefallen sind, waren wir alle hinterher klitschnass. Fragt mich bloß nicht, wie wir das geschafft haben!



Nächsten Samstag ist in D.C. dann der Colour Run. Da läuft man in einer großen Gruppe quer durch D.C. und wird dabei mit Farbe abgeworfen. das wird bestimmt lustig und auf die Fotos freue ich mich jetzt schon.

So, ich glaube, jetzt seid ihr alle wieder auf dem neuesten Stand. Ich werde versuchen, wieder ein bisschen regelmäßiger zu schreiben! :)

Samstag, 10. August 2013

Washington D.C. & Montgomery County Fair

Heute war ich zum ersten Mal mit einigen Anderen Au Pairs in Wshington D.C. Kaum zu glauben, dass ich seit vier Wochen hier in Amerika bin und bis heute noch nicht ein Mal dort war! Vor allem, weil man mit der Metro nur ca 20 Minuten fährt.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten am Ticketautomaten haben wir es dann auch geschafft nach D.C. zu fahren. Wir sind extra an der Station mitten in D.C. ausgestiegen um dann zu den Sehenswürdigkeiten zu laufen und einfach noch mehr von der Stadt zu sehen. Mein Fazit ist, dass die Stadt einfach wunderschön ist! Das, was wir gesehen haben, ist die schmerzenden Füße also definitiv wert gewesen!



Am Anfang sind wir zum Kapitol gegangen, ein richtig schöner Platz, weil davor eine riesige Wiese ist, wo man sich gut hinsetzen kann. Es waren zwar ziemlich viele Menschen dort -Familien mit Kindern, Jogger, Touristen- aber es war trotzdem total ruhig. Irgendwann müssen wir da nochmal hin und uns einfach hinsetzen und picknicken. :)

Aber dafür war heute keine Zeit, wir wollten ja schließlich noch mehr sehen. Es ging also weiter zum Washington Monument, was praktischer Weise direkt gegenüber vom Kapitol liegt. Leider war der ganze Turm aber mit Gerüsten eingekleidet, weswegen wir ihn fast nicht erkant hätten. Fotos davon lade ich also erst hoch, wenn es wieder schön aussieht. ;)
Bevor es dann zum Weißen Haus weitergehen konnte, mussten wir uns erstmal stärken. Wir haben gesehen, dass im Smithsonian National Air and Space Museum (genau, das aus "Nachts im Museum 2") ein großer Mc Donald's ist und weil man für die Museen hier keinen Eintritt bezahlen muss, sind wir einfach rein. In dem Museum hätte ich mich stundenlang aufhalten können. Dahin werde ich also auch auf jeden Fall nochmal gehen!

Gut gestärkt ging es dann weiter zum Weißen Haus und ich muss sagen, dass ich ein bisschen enttäuscht war. Ich hatte mir das alles irgendwie größer vorgestellt. Es ist zwar relativ groß und weiß und durch 'nen hohen Zaun geschützt, aber mehr dann auch nicht. Da hat irgendwie das Pompöse gefehlt. Vielleicht hat man es einfach in zu vielen Filmen gesehen...
Eigentlich wollten wir dann noch zu den ganzen Memorials, aber das mussten wir auf das nächste Mal verschieben, weil wir unbedingt noch zum Montgomery County Fair wollten. Das ist eigentlich sowas wie ein großer Jahrmarkt mit 'nem kleinen Streichelzoo, Fahrgeschäften und mehr Fressbuden als man zählen kann! Zum Glück hatten wir aber alle kaum Geld mit und konnten uns deswegen nicht alles kaufen, was lecker aussah. Bei den frittierten Oreos konnten wir dann aber doch nicht wiederstehen. Das war so abartig, hat aber gleichzeitig so gut gerochen, dass wir zusammengelegt und uns eine Portion gekauft haben. Und man glaubt es kaum, es war richtig lecker!
Für die Fahrgeschäfte hatten wir dann aber kein Geld mehr. Das war aber gar nicht schlimm, weil die Tickets sowieso nicht kontrolliert wurden. Wir haben uns also immer irgendwie durchgemogelt und sind trotzdem mitgefahren.


Das ist eins von den Fahrgeschäften. Man saß sich jeweils zu viert gegenüber und hat die ganze Zeit Loopings gedreht. Nach der dritten Runde waren wir alle ganz froh, dass wir nur die paar Oreos im Magen hatten! :)

Insgesamt hatten wir echt einen super Tag und ich habe noch ein paar neue Au Pairs kennengelernt, zwei aus unserer Gruppe kannte ich vorher nämlich noch gar nicht. Wir haben uns alle super verstanden! Eigentlich sind wir alle deutsche Au Pairs, aber eine aus unserer Gruppe kommt aus Südafrika. Deswegen haben wir natürlich die ganze Zeit Englisch gesprochen und das war richtig gut. Die meisten Au Pairs hier in der Gegend sind nämlich aus Deutschland und deswegen sprechen wir unter uns Au Pairs auch richtig viel Deutsch. Das Englisch Lernen geht aber natürlich viel schneller, wenn man auch viel Englisch spricht. Deswegen war das heute echt super!

Morgen kommt meine community counselorin zu uns, um mit meiner Gastfamilie und mir darüber zu sprechen, wie bisher alles so klappt und ob ich mich wohl fühle. Bis jetzt kann ich nur sagen, dass ich mich richtig wohl fühle und dass aus meiner Sicht alles super klappt. Ich bin mal gespannt, was meine Gastfamilie auf die Frage antwortet. ;)

Montag, 5. August 2013

Von Supermärkten, Collegekursen und Werkstätten

Heute bin ich genau seit drei Wochen hier in Amerika. Manchmal kommt mir das schon unendlich lange vor, aber meistens fühlt es sich eher so an, als wäre ich gestern erst angekommen. Ich erlebe jeden Tag so viele neue Dinge und es passiert so viel, dass die Zeit irgendwie rennt.

Montags muss ich immer den Großeinkauf für die Woche machen. Letzte Woche habe ich es zum ersten Mal gemacht und heute war es wieder soweit. Die Supermärkte hier kann man eigentlich ganz gut mit den deutschen vergleichen, außer dass es hier viel größer ist und dass es mehr Auswahl gibt. Ich denke, dass drei ganze Gänge mit Gefrierschränken da für sich sprechen! Da kann sich so ein Orientierungstalent wie ich schonmal leicht verlaufen. ;) Zum Glück hatte ich aber beide Male die Jungs dabei, die sich ganz gut auskennen und mir auch erklären konnten, warum ich "kale", was Kohl heißt, nicht in der Kornflakesabteilung finde.
Die Jungs dabeizuhaben ist aber auch ein kleiner Nachteil. Wer hätte gedacht, dass es einem 9-Jährigen so viel Spaß macht auf dem Einkaufswagen rumzuklättern und wirklich ALLE Sachen in den Regalen anzufassen? Ich jedenfalls nicht. -Jetzt aber schon! Ein Grund, warum ich mich ein bisschen darüber freue, dass ich das bald alleine machen muss. Es wird zwar noch länger dauern, aber zumindest werden meine Nerven ein bisschen verschont :)
Am Freitag war ich beim College um mich dort mit meiner Community Counselorin zu treffen. Sie ist diejenige, die sich um alle Au Pairs aus unserem Cluster kümmert, jeden Monat Au Pair Treffen organisiert und uns eben auch dabei hilft uns für die Collegekurse einzuschreiben. Ich habe mich, zusammen mit einem anderen Au Pair, für einen Schauspielkurs entschieden. Das wird bestimmt witzig und um einiges lockerer als andere Kurse. Um den Kurs machen zu können, musste ich aber am Samstag einen Englischtest machen. Ich hatte schon ein bisschen Bammel davor, das war allerdings völlig unnötig. Der Test war relativ einfach: Ein Teil war Hörverstehen, danach musste man ein Essay darüber schreiben, ob und warum man ein glückliches Kind war und zum Schluss musste man noch Grammatikaufgaben machen. Das war aber alles multiple choise und deswegen auch nicht wirklich schwer. Ich sollte mich mit solchen Aussagen zwar lieber solange zurückhalten, bis ich auch das Ergebnis habe, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich bestanden habe.
Bei dem Test waren praktischer Weise auch noch ein paar andere Au Pairs und man hat wieder neue Kontakte geknüpft, super!
So, und jetzt zum letzten Thema: Werkstätten. Ja, genau, ich musste schon wieder zur Werkstatt. Ich bin seit drei Wochen in Amerika und war schon drei Mal mit dem Auto in der Werkstatt! Dieses Mal war es aber zum Glück nicht meine Schuld. Einer der Reifen hat an Druck verloren, weswegen eine Signalleuchte im Armaturenbrett geleuchet hat. Mein Gastvater meinte, ich soll mit dem Auto zur Werkstatt, damit die den Reifen wieder füllen. In der Werkstatt haben sie dann aber festgestellt, dass ein Nagel im Reifen steckt, wir nen neuen Reifen für 290$ brauchen und sie zusätzlich 50$ für das Wechseln nehmen. Das Ganze sollte also teurer sein, als meine Spiegelgeschichte. Ich hab dann erstmal meine Gastmutter angerufen und sie meinte, ich soll zu 'ner anderen Werkstatt fahren. Der Mann bei der anderen Werkstatt war total nett und hat gelacht, als er sich den Reifen und den Nagel angeguckt hat. Als ich ihn dann gefragt habe, warum er lacht, hat er einfach den Nagel rausgezogen (ein richtig kleines Ding) und gesagt: "So, fertig!". Er hat die Stelle dann irgendwie geflickt, mir 30$ berechnet und das war's. Also ich weiß jetzt, zu welcher Werkstatt ich das nächste Mal gehe!
Die Lampe leuchtet allerdings immernoch, weil sich das System irgendwie aufgehängt hat. Deswegen muss ich mit dem blöden Auto am Mittwoch nochmal zu 'ner anderen Werkstatt, wo sie das System neu starten können. Absolut nervig!
Die Jungs meinten schon, dass mich das Auto wohl einfach nicht mag. So langsam glaube ich das auch...



Ansonsten geht es mir aber immernoch richtig gut! Ich komme immernoch super mit meiner Gastfamilie klar und bin auch schon ordentlich braun geworden. Das wird bestimmt noch besser, wenn wir am 17. für eine Woche nach North Carolina an die Outer Banks fahren. Eine Woche Strandurlaub mit der ganzen Familie, inklusive Hund. Ich freue mich schon riesig!

Samstag, 27. Juli 2013

Ich lebe mich ein!

Wow, ich bin jetzt schon seit fast zwei Wochen hier in Amerika und seit etwas mehr als einer Woche in meiner Gastfamilie und so langsam fange ich an mich zurechtzufinden. Es ist wirklich kaum zu glauben, aber ich finde manche Wege schon (fast) ohne Navi. Für jemanden wie mich, der überhaupt keinen Orientierungssinn besitzt, ist das 'ne ganz schöne Leistung! 
Am Donnerstag war ich mit dem Auto bei der Werkstatt und der Spiegel ist jetzt wieder wie neu. Und das Beste ist, das ich nicht dafür bezahlen muss. Ich habe meinen Gasteltern zwar gesagt, dass ich es auf jeden Fall bezahlen würde, aber sie meinten nur: "Das kannst du machen, wenn es nochmal passiert!". Ich denke nicht, dass es nochmal passieren wird, ich muss nämlich nicht mehr in der Garage parken. ;)
Mit dem heilen Spiegel bin ich sogar schon auf dem 5-spurigen (!!) Highway gefahren und es war gar nicht so schlimm, wie ich vorher gedacht habe. Im Punkto Autofahren mache ich also gute Fortschritte.
Aber auch ansonsten habe ich mich etwas besser eingelebt. Englisch zu sprechen und zu verstehen wird immer leichter und ich kann mich viel ungehemmter mit meiner Gastfamilie unterhalten. Außerdem müssen die beiden Jungs englische Vokabeln für die Schule lernen. Beim Dinner werden die immer durchgegangen und ich lerne fleißig mit. Curmudgeon ist mein neues Lieblingswort. Man würde es, glaube ich, mit Griesgram oder Brummbär übersetzen. Eine perfekte Bezeichnung für die Jungs, wenn das Internet oder der Fernseher nicht funktionieren.
Das war gestern leider der Fall. Irgendjemand in unserer Nachbarschaft hat in seinem Garten wohl zu tief gebuddelt und dabei genau das Kabel zerstört, das bei uns für Telefon- und Internetverbindung und auch für Satellitenempfang sorgt. Ein absoluter Weltuntergang für die Jungs! Sie können ohne ihre iPods und TV-shows wirklich nicht überleben. Draußen spielen, wie geht das?!
Zumindest den Kleinen konnte ich dazu animieren, mit mir und dem Hund nach draußen zu gehen. Wir haben ihn bis zur völligen Erschöpfung Tennisbälle apportieren lassen. So ruhig wie danach habe ich den Hund noch nicht erlebt! :)




Sonntag, 21. Juli 2013

Swim Team Banquet

Okay, bevor ich über das Banquet schreibe, muss ich euch was anderes erzählen. Als ich mit meiner Gastmutter das Autofahren geübt habe, hat alles wirklich super geklappt. Ich bin überall hingefahren, wo ich die Jungs normalerweise hinbringen muss, ich hatte keine Probleme mit den dreispurigen Straßen oder damit, dass man rechts abbiegen darf, auch wenn die Ampel rot ist. Nein, das alles hat super geklappt. Aber heute Morgen sollte ich eine neue Herausforderung meistern: Aus der Garage fahren. Tja, das hat nicht so wirklich geklappt. Ich fasse mich kurz: Ich hab den linken Außenspiegel kaputt gemacht. Super für den dritten Tag, oder?!
Mein Gastvater saß neben mir und hat wirklich lieb reagiert. Er meinte, dass es kein Weltuntergang wäre und dass eigentlich jedes ihrer Au Pairs irgendwas an dem Auto kaputtgemacht hat. Er hat aber auch gesagt, dass ich die einzige wäre, die es schon gleich nach drei Tagen geschafft hat. Ich bin eben was Besonderes. ;)

So, jetzt aber zu dem Banquet. Die beiden Jungs sind im Schwimmteam und alle hier sind wirklich engagiert, wenn es um das Team geht. Diese Saison ist heute vorbei und deswegen hat der Community Pool, zu dem das Schwimmteam gehört, eine Party veranstaltet. Wir waren in einem italienischen Restaurant und haben da gegessen. Danach wurden einige Awards verliehen. Das war total süß, weil wirklich jedes Kind im Team einen Award für irgendwas bekommen hat. Total banale Sachen wie zum Beispiel: "Du bist immer der/die Erste am Pool", oder "Du hast den schönsten Badeanzug". Die Kids haben sih natürlich total gefreut und waren stolz auf sich. Der Kleine hat übrigens den Award für die besten Bauchklatscher bekommen :D
Danach hat ein DJ Musik gespielt und die Jungs sind total abgegangen. Sie sind so viel rumgesprungen, dass sie danach völlig fertig waren.


Am Dienstag habe ich meinen ersten richtigen Arbeitstag, wo mir weder das alte Au Pair noch die Gasteltern helfen können. Ich werde dann also das erste Mal komplett alleine mit den Kids sein. Das wird spannend!

Freitag, 19. Juli 2013

Orientation und New York

On Top of the Rock
Am 15. Juli ging meine Reise los. Am Flughafen wurde ich tränenreich von meiner Familie verabschiedet und dann hieß es ab ins Flugzeug und ab nach Amerika.
Aber es ging nicht sofort in die Gastfamilie, sondern erstmal für vier Tage nach New York zur Orientation.
Die Orientation war in einem Hotel in Tarrytown. Dort hatten wir jeden Tag mehrere Vorträge über Kindererziehung, Erste Hilfe für Kinder und was man als Au Pair alles nicht darf (Don't shake a Baby!).
Manche Dinge waren wirklich hilfreich, aber vieles wusste ich auch schon, deswegen war einiges auch wirklich langweilig. 
Super an der Orientation war aber, dass man so viele andere Au Pairs kennengelernt hat. Die beiden, mit denen ich auf einem Zimmer war, wohnen sogar bei mir in der Nähe, also hat man gleich Kontakte geknüpft.
Am besten war aber die New York Tour. Die hat mir meine Gastfamilie übrigens geschenkt, wow!
Wir haben so viel gesehen, unter anderem waren wir auf dem Rockefeller Center und am Times Square. Ich glaube, da habe ich zum ersten Mal realisiert, dass ich wirklich in Amerika bin.